Digitale Kompetenz im ländlichen Raum

Hinweis: Wisssen.schafft.Dialog / Zukunftszentrum Holzminden Höxter

Projektansatz

Die Digitalisierung umfasst immer mehr Lebensbereiche.
Sie verändert unser Leben und Arbeiten immer mehr und häufig unbemerkt.
Sie bietet Chancen und Risiken.
Und sie ist eine Herausforderung auch und vor allem im ländlichen Raum.Unsere Schulung will digitale Kompetenzen stärken.
Dazu werden Multiplikatoren ausgebildet, die das erworbene umfangreiche Wissen dann in ihren Dorfgemeinschaften weitergeben können.
Die Schulung hat einen Gesamtumfang von 85 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.
Projektnehmer ist der VHS-Zweckverband Diemel-Egge-Weser. Die Schulung wird durchgeführt an en drei Volkshochschulen im Kreis Höxter sowie am Kreisberufskolleg in Brakel.

Bei diesem bundesweit innovativen Mehrgenerationenprojekt erwerben und stärken  Bürger unterschiedlichster Altersgruppen aus 14 Dörfern im Kreis Höxter ihre digitale Kompetenz, um sich
fit für die digital vernetze Welt zu machen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Nach dem bewährten Konzept „Train-the-Trainer“ werden aus jedem der Dörfer bis zu Bürger 15 Monate
lang an den drei VHS im Kreis Höxter geschult, d.h. sie erhalten ein grundlegendes Verständnis davon, welche Chancen und Möglichkeiten die digitale Welt bietet und wie man mobile Geräte sowie digitale Anwendungen versiert handhabt und am Besten für sich und das Leben im ländlichen Raum nutzt.

Ziel dabei ist es, die Mobilität, Daseinsvorsorge, Teilhabe und Lebensqualität des einzelnen Bürgers, aber auch der Dorfgemeinschaft als Ganzes nachhaltig zu stärken.

Die beteilten Ortschaften erhalten darüber hinaus als Schenkung Medienecken, in denen die erworbenen Kompetenzen aus der Schulung innerhalb der Dorfgemeinschaft weiter gegeben werden können.

Das Projekt "Digitale Kompetenz im ländlichen Raum" ist entstanden aus dem Projekt "Smart country side", das bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter angesiedelt ist und durch Mittel der Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes NZW gefördert wird.

"Digitale Kompetenz im ländliche Raum" wird im Rahmen des Modellvorhabens "Land(auf)schwung" vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

 

Schulungsinhalte

Modul 1

„Chancen und Risiken – wie die Digitalisierung unser Leben und Arbeiten verändert und die Auswirkungen für den ländlichen Raum“

Modul 2

Funktion und Handhabe von PC, Notebook, Smart Phone, E-Reader sowie Internet und Multimedia sowie Software-Anwendungen, mobile Apps, Skype

Modul 3

Social Media: Kommunizieren über Whats App, Facebook, Twitter, etc., Chat-Groups
E-Learning: Anleitungen per Youtube, Fernstudium, Online-Teilnahme an Seminaren/Konferenzen, mobile Lern-programme, Gaming, Besuch von Online-Bibliotheken, etc.
Online-Marktplätze: E-Bay, Online-Partnersuche, Online-Kampagnen, Crowd-Funding
Jobsuche digital: Digitale Reputation, Bewerbungsvideos, digitale Bewerbungsmappe, digitale Stellensuche, digitale Bewerber-Plattformen
Streaming: Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen, Nutzung von Streaming-Dienste, Beteiligung an Social Media Formaten (Gottesdienst per Streaming)

Modul 4

Online-Banking, Online-Payment, digitale Kontenverwaltung
Online-Shopping,Online-Abschluss von Verträgen, Versicherun-gen, AGBs im Netz

Modul 5

Rat und Tat: Online-Konsultation Gutachter, Rechtsanwalt, Arzt, Coach, etc.
Informationsrecherche (Google, Wiki), News-Apps, Produkt-/ Preisvergleiche, Fake-News
Sensoren/Kameras/Dronen/Tracking

Modul 6

Datensicherheit, Cyber-Mobbing, Shit-Storms, Cyber-Kriminalität, Viren- und Hackerangriffe, Dark Net
Big Data: digitaler Fußabdruck (wie bewege ich mich im Netz)

Modul 7

Unternehmensplanspiel: Von der Idee zum Produkt – Einblick in die digitale Arbeitswelt
Online-Vorlesung über Skype – Einblick in das Lernen der Zukunft
E-Mobility – Einblick in Verkehrstechnik von morgen
Künstliche Intelligenz: Wie Humanoiden und Roboter unser Leben verändern
Smart Home: Wie wir unsere Gebäude intelligent vernetzen

Modul 8

CMS - Erstellung von Webseiten

 

Verlauf

Die Schulungen haben Anfang Februar 2018 begonnen und werden bis Anfang 2019 dauern.