Gesellschaft

Vortrag: Rechtliche Vorsorge im Alter - Was muss ich wissen? Testament oder Hausübertragung auf die Kinder?

Kursnummer: W310501
Dozent: Monika Kriwet

Jeder stellt sich irgendwann die Frage, ob und wie er sein Vermögen an die Kinder weiter geben kann. Immer wieder stellt sich dann auch die Frage, mit der warmen (Übertragungsvertrag) oder der kalten Hand (Testament) geben. Mit dieser Frage wird sich der Vortrag, insbesondere auch unter Berücksichtigung der steuerlichen Aspekte sowie auch dem Risiko ein Pflegefall zu werden, auseinandersetzen. Der erste Teil wird sich mit der Regelung durch Testament - insbesondere wann ein solches notwendig ist und wie eine richtige Formulierung aussehen kann - beschäftigen, der zweite Teil mit der Schenkung zu Lebzeiten, insbesondere dem Übergabevertrag, d.h. einer lebzeitigen Übertragung des Hausgrundstücks an die Kinder. In einem sich anschließenden Teil werden die Vor- und Nachteile dieser beiden grundsätzlichen Möglichkeiten erörtert. Die beiden Referenten haben ein umfangreiches Skript mit Beispielen und Mustern zusammen gestellt, welches im Rahmen des Vortrags verteilt wird.

Mittwoch, 14.03., 19:30-21:00 Uhr; Borgentreich, Sekundarschule (Verwaltungsgebäude I, ehem. Realschule, Platz der Stadt Rue 4); 1 Termine; 2 UE; 5€

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Literaturtreff

Kursnummer: W220105
Dozent: Dr. Andreas Knoblauch-Flach

Sie lesen gerne und wollen sich über Literatur austauschen? Dann sind Sie beim Literatur-Treff genau
richtig. Die Diskussionen beschäftigen sich z.B. mit gattungsspezifischen Einordnungen sowie alltags-
und gesellschaftspolitischen Bezügen.
Der Literatur-Treff findet einmal im Monat statt.
Hier die einzelnen Termine:
14.2. – Martin Walser: Ein liebender Mann
14.3. – Robert Menasse: Die Hauptstadt
11.4. – Daniel Kehlmann: Tyll
23.5. – Volker Weidermann: Träumer
20.6. – Thornton Wilder: Der achte Schöpfungstag
11.7. – Julian Barnes: Der Lärm der Zeit

"Der jüdische Witz" und die jiddischen Lieder des Mordechaj Gebirtig / Eine Lesung mit musikalischer Begleitung

Kursnummer: W310900
Dozent: N.n.

Eine Lesung mit Christian Holtgreve und der musikalischen Begleitung durch die New Yorker Cellistin Maxine Neuman.

"Der jüdische Witz" ist eine berühmte Sammlung von Salcia Landmann, die im Jahre 1960 zum ersten Mal in Buchform erschien. In mehreren Kapiteln wie "Rabbinische Weisheit", "Beim Wunderrabbi", "Von Schnurren und reichen Leuten", "In Caféhaus und Kneipe" und "Mitgift und Liebe" wird das ganze Panorama dieses Genres ausgebreitet. Daraus wird eine (kleine) Auswahl getroffen, die Lust auf mehr macht. Im Vorwort zum Buch schreibt Prof. Carlo Schmid:"Die Krone dieser Witze gehört denen, die hinter und jenseits aller Gesetzhaftigkeit das Heilige aufleuchten lassen, aus denen man über Glaube und Liebe mehr erfahren kann als aus ganzen Regalen theologischer Bibliotheken."

Mordechaj Gebirtig wurde 1877 in Krakau geboren und starb dort im Ghetto 1942. Er war ein jüdisch-polnischer Dichter und Komponist, der von Haus aus Tischler war und sich autodidaktisch
fortgebildet hatte. "Tagsüber hobelte er an Möbeln und nachts am jüdischen Lied", so Zeitgenossen. Seine Lieder komponierte er auf einer kleinen Flöte und Freunde notierten seine Einfälle. Über 150 Lieder sind von ihm überliefert, vom schlichten Kinderlied, über Trinklieder bis zum politisch motivierten Arbeiterlied. Er schrieb diese Lieder in seiner Muttersprache, dem "Jiddisch".
Das Leben der kleinen Leute im jüdischen Stadtteil von Krakau, dem Kazimierz war sein Metier. Im Jahr 1938 schrieb er sein wohl bekanntestes Lied "Undzer shetl brent" ("Unser Städtchen brennt"), eine Voraussicht auf den nahen Untergang seiner Welt. Als er 1940 aus Kazimierz vertrieben wird, verewigt er seinen Abschiedsschmerz in dem Gedicht "Blayb gezunt mir, Kroke":
"Bleib gesund mir, Krakau, ich seh heut zum
letzten Mal dich und alles, was mir lieb ist, an
meiner Mutter Grab das Herz sich ausgeweint, es
ist so schwer zu gehen."

Am 4. Juni 1942 wird er bei einer Aussiedlungsaktion zusammen mit seinem Künstlerkollegen, dem Maler Abraham Neumann, im Krakauer Ghetto von einem deutschen Besatzungssoldaten erschossen.
Die Liebe zu den Menschen macht das Gesamtwerk dieses außergewöhnlichen Dichters unverzichtbar für die Kultur des Erinnerns.

Donnerstag, 05.07., 19:00-20:30 Uhr; ehem. Synagoge in Borgholz; 1 Termine; 2 UE; 0€